"lz. - Ist seit Monaten Diskussionsthema:
Der 'genetische Fingerabdruck', der vor allem bei der Verfolgung
von Sexualstraftätern eine Rolle spielt. Doch seine Einsatzmöglichkeiten
sind weitaus vielfältiger und gehen über die strafrechtliche
Relevanz hinaus. Hier sieht das neugegründete Unternehmen:
'I.D. Labor für DNA-Analysen' mit Sitz in Wiesbaden eine Marktnische,
die es besetzen möchte. Der erfolgversprechende Anfang ist
gemacht: Beim Existenzgründer-Wettbewerb 1999 des Wirtschaftsmagazins
DM konnte sich I.D. Labor gegen mehrere hundert Mitbewerber durchsetzen
- und gewinnen. Ein Standbein seiner Arbeit, die geleistet wird,
sind Qualitätskontrolle und Qualitätssicherung. Dr. Kirsten
Thelen dazu: 'Damit wollen wir Forschungsinstitute und biotechnologische
Unternehmen ansprechen, die sich mit modernen zellbiologischen und
gentherapeutischen Ansätzen beschäftigen, etwa bei Krebserkrankungen
oder Verbrennungen.' Beispielsweise sei man heute in der Lage, im
Labor Hauttransplantate für Verbrennungsopfer aus deren eigenen
Hautzellen zu züchten. 'Bevor sie zum Einsatz am Patienten
kommen', sagt Dr. Kirsten Thelen, 'müssen sie auf Freiheit
von Verunreinigungen überprüft werden'.Setzt man sich
wissenschaftlich mit Erbkrankheiten auseinander, ist es unerläßlich,
Sicherheit über die Verwandtschaftsbeziehungen innerhalb einer
Familie zu haben. Mit dem 'genetischen Fingerabdruck' ist dies heute
möglich. "Denn", so wissen die Fachleute aus Erfahrung: 'Häufig
erweisen sich die angegebenen Verwandtschaftsbeziehungen als unzutreffend.'
In jedem achten bis zehnten Fall sei damit zu rechnen, daß
der angegebene Vater nicht der leibliche sei. 'Genetische Fingerabdrücke'
können aber auch zur Klärung anderer verwandtschaftlicher
Fragen genutzt werden. Im 'I.D. Labor' stecken noch viele Entwicklungsmöglichkeiten." |