ID-Labor für DNA-Analysen unterstützt
Wohngemeinschaft für Frauen und Mütter in Konfliktsituationen
(ed) Auf Vaterschaftsgutachten spezialisiert, förderte
das ID-Labor für DNA-Analysen mit seiner jüngsten Spendenaktion
die "Wohngemeinschaft für Frauen und Mütter in Konfliktsituationen":
Insgesamt 5 250 Euro konnte Gertrud Burger, die Leiterin der gemeinnützigen
Einrichtung, entgegennehmen, [...].
Damals war die Aktion von den beiden Firmengründerinnen,
der Molekularbiologin Kirsten Thelen und der Biochemikerin Angelika
Lösch, aus Freude über das fünfjährige Bestehen
ihrer GmbH gestartet worden: man wollte das Haus für volljährige
Schwangere und Alleinerziehende in Zeiten leerer Kassen unterstützen.
[...] Nicht nur für die hier aufgenommenen Mütter
sei die Fragestellung der Vaterschaft von grundlegender Bedeutung.
"Die ist auch dann erforderlich, wenn bei dem Erzeuger nichts
zu holen ist, denn ein Kind braucht auf jeden Fall das Wissen um
seine Abstammung", erklärte Angelika Lösch. Das werde
dem ID-Labor-Team immer wieder bestätigt, wenn Erwachsene Tests
machen ließen, um der Unsicherheit bezüglich ihrer Elternteile
ein Ende zu bereiten.
Bei derartigen Gelegenheiten seien die weitreichenden
Konsequenzen des Gutachtens für alle Beteiligten deutlich spürbar.
Manchen Menschen müssten die Labormitarbeiter dringend von
diesem aufwühlenden Ereignis abraten, etwa einem Familienvater,
der nach Jahren "nur mal eben" bestätigt haben wolle,
dass Tochter oder Sohn wirklich von ihm stammten. Bei negativem
Ausgang könne er womöglich nicht mit dem Ergebnis leben,
selbst "wenn er vorher beteuert, es bleibe in jedem Fall sein
Kind!"
Im Übrigen wollten sich keineswegs alle Männer,
die auf einem Test bestünden, aus der Verantwortung stehlen
und ihre Unterhaltszahlungen einsparen:Vielmehr suchten viele einfach
Gewissheit darüber,ob sie ein leibliches Kind hätten.
Diesbezüglich sind die Männer Lösch zufolge ohnehin
gesetzlich im Nachteil: Bundesjustizministerin Brigitte Zypries
wolle es Vätern künftig verbieten, ein Abstammungsgutachten
ohne Zustimmung der Mutter in Auftrag zu geben. Damit zwinge sie
einen Mann mit Zweifeln an seiner Vaterschaft zur Einschaltung des
Gerichts, was wiederum zusätzliche Kosten verursache und seine
Beziehung zum Kind belaste. Für den Labornachweis zum Preis
von 435 Euro, bei dem es sich nicht, wie irrtümlich immer wieder
behauptet, um einen Gentest handelt, bedarf es eines Abstrichs von
der Wangen-Innenseite. Den kann man zuhause sogar selbst mit einem
sterilen Wattestäbchen entnehmen, will man sich innerhalb weniger
Tage Gewissheit verschaffen. |