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V.l.: Im Beisein von Wiesbadens Sozialdezernent, Stadtrat
Wolfgang Hessenauer, übergaben die beiden Geschäftsführerinnen
des ID-Labors, Dr. Kirsten Thelen und Dr. Angelika Lösch,
die Spende über 5250 Euro an die Leiterin des "Haus
für Mutter und Kind", Gertrud Burger. Foto: Paul
Müller |
Wiesbaden. 27. August 2004. Mit einer Spende
von 5250 Euro unterstützt das im Wiesbadener Industriepark
Kalle-Albert ansässige ID-Labor für DNA-Analysen
die Arbeit der "Wohngemeinschaft für Frauen und Mütter
in Konfliktsituationen - Haus für Mutter und Kind" in
Wiesbaden. Im Beisein von Sozialdezernent Wolfgang Hessenauer haben
heute die Geschäftsführerinnen des auf Vaterschaftsgutachten
spezialisierten Labors, Dr. Angelika Lösch und Dr. Kirsten
Thelen, den Scheck an Leiterin Gertrud Burger übergeben.
Anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens
im vergangenen Jahr hat die ID-Labor GmbH, die
einer der bundesweit führenden Anbieter für Vaterschaftstests
ist, die Spendenaktion zu Gunsten einer gemeinnützigen Einrichtung
auf die Beine gestellt, "um ein Zeichen für soziale Verantwortlichkeit
auch in Zeiten knapper Kassen zu setzen", erläuterte Geschäftsführerin
Dr. Kirsten Thelen in der Pressekonferenz. Von August 2003 bis zum
Jahresende waren von jedem durchgeführten Vaterschaftstest
fünf Euro für das "Haus für Mutter und Kind"
gedacht. "Wir möchten mit unserer Spende zum Ausdruck
bringen, wie uns die Arbeit der Einrichtung überzeugt und beeindruckt.
Dort wird Müttern in Notsituationen geholfen, damit sie mit
ihren Kindern einen gemeinsamen Lebensweg finden können",
betonte Geschäftsführerin Dr. Angelika Lösch. Bei
der Wahl der zu fördernden Einrichtung war mit Ausschlag gebend,
dass die Arbeit der ID-Labor GmbH überwiegend
mit Müttern und Kindern zu tun hat: "Sie sind ein Großteil
unserer Kunden", erklärte Lösch. Für das Unternehmen
ist es eine Selbstverständlichkeit, sich in der heutigen Zeit
sozial zu engagieren: In der Vergangenheit hat eine ähnliche
Spendenaktion des Labors einen hohen vierstelligen Betrag zu Gunsten
der Opfer der Hochwasserkatastrophe an der Elbe eingebracht. Ebenso
hat das ID-Labor das Wiesbadener Kinder-Hospiz "Bärenherz"
mit einer Spende finanziell unterstützt.
Zudem wollte das ID-Labor wegen der
örtlichen Verbundenheit eine Einrichtung in der hessischen
Landeshauptstadt unterstützen. Seit 1980 besteht das "Haus
für Mutter und Kind". In den 13 Zwei-Zimmer-Wohnungen
leben derzeit 13 Mütter mit ihren 20 Kindern. Es sind Frauen,
"die ein ganzes Problembündel mit sich schleppen. Ihnen
fehlt die Kompetenz, um ihr Leben bewältigen zu können",
erläuterte Gertrud Burger, die von Beginn an die "Wohngemeinschaft
für Frauen und Mütter in Konfliktsituationen" leitet.
Vier Mitarbeiterinnen - Sozialpädagoginnen und -betreuerinnen
- stehen den Frauen bei Seite, betreuen und beraten sie, damit sie
lernen, ein eigenverantwortliches Leben zusammen mit ihren Kindern
führen zu können. "Das ist eine präventive Hilfestellung,
die wir leisten", sagte Burger. Bis zu drei Jahre verbringen
die Frauen im "Haus für Mutter und Kind", dessen
Träger das Diakonische Werk Wiesbaden ist. Doch trotz der beispielhaften
Arbeit fehlt es der Einrichtung an Geld, betonte Gertrud Burger.
Umso mehr freute sich die Leiterin über die Spende der
ID-Labor GmbH. "Die Spende hilft uns, dass wir weiter
existieren und präventiv arbeiten können", unterstrich
die Leiterin. Vor allem freute Gertrud Burger, dass ein auf Vaterschaftstests
spezialisiertes Unternehmen das "Haus für Mutter und Kind"
unterstützt: "Das ist eine besonders tolle Geste, weil
es oft die Väter sind, die sich aus der Verantwortung stehlen
und die Vaterschaft nicht anerkennen. Aber das ID-Labor
hilft mit seinem Labornachweis den Müttern."
Auch Sozialdezernent Stadtrat Wolfgang Hessenauer
lobte die Arbeit der Einrichtung, "die Frauen dabei unterstützt,
sich fürs Leben fit zu machen". Oft sei dafür notwendig,
Nachweise über die Vaterschaft zu erbringen, damit den Frauen
rechtlich und finanziell geholfen werden kann. Irritiert zeigte
sich der Stadtrat darüber, dass die hessische Landesregierung
im Zuge ihrer Kürzungen freiwilliger sozialer Leistungen über
30 Millionen Euro auch dem Haus für Mutter und Kind den bisherigen
Jahreszuschuss um 5000 Euro gestrichen hat. "Das widerspricht
den familienpolitischen Überlegungen der Landesregierung",
meinte Hessenauer. Derweil unterstützt die Stadt Wiesbaden
die Einrichtung mit jährlich 30.000 Euro. Das entspricht etwa
zehn Prozent des Gesamtbudgets des "Haus für Mutter und
Kind".
Weitere Informationen erteilen gerne:
Dr. Angelika Lösch und Dr. Kirsten Thelen
- Geschäftsführung -
Telefon: 0611-609 8335
Haus für Mutter und Kind:
Leiterin Gertrud Burger
Telefon: 0611-518 86
Sonja Thelen, M.A.
- Presse- und Öffentlichkeitsarbeit -
Telefon und Fax: 069-9720 6587 |